Geschichte

geschichtliche Besonderheiten von St.Dionysius

Die heutige Kirche stellt einen Neubau gegenüber ihrer 1664 stark beschädigten bzw. zerstörten Vorgängerin dar. Die Grundsteinlegung wird auf 1738 datiert. Ausgerüstet mit einem vom Rat der Stadt Erfurt unterzeichneten Bittbrief zogen zwei Männer (J.J. Auer, A. Herda) durch die Lande, um Geld für den Kirchbau zu sammeln.

Die eigenen Landesgrenzen wurden dabei überschritten, so dass Gelder europawei für das Gotteshaus gespendet wurden. Spuren führen auch nach Dänemark und Schweden.

Nach Auskunft des Stockholmer Stadtarchivs, spendeten aufgrund der königlichen Verordnung vom 17.7.1739 Kirchenbesucher von Stockholm, der Stadtrat von Stockholm sowie der Verwaltungsrat der Bank von Schweden 1041 Daler (coppamynt). Vorher waren bereits 74 Taler vom Rat der Stadt und 89 Taler und 12 Groschen vom schwedischen Königshaus nach hier geschickt worden.
Die wahren Motive für solche Spendenaktivitäten sollten noch erforscht werden.


Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt (1806) wird vermutet, dass eine große Anzahl französischer Soldaten in Salomonsborn einquartiert gewesen sein soll. Belegt ist ein Militärlager mit vielen Franzosen im Bereich Marbach, Tiefthal und Gispersleben.
Aus Aufzeichnungen ist bekannt, dass der Turmknauf und die Wetterfahne durch Beschuss durchlöchert wurden.
Ob die Beschädigungen des Sandsteins der Seitentür durch das Schärfen der Seitengewehre bzw. durch das Herausschlagen von Wetzsteinbrocken aus dem Gewände der Seitentür herrührten, muß weiter untersucht werden.

Auch die Kanzeltür wirft Fragen auf. Nachträglich eingebaut und im Empirestil gehalten, könnte sie lediglich ein Produkt des Zeitgeistes gewesen sein.

Eine Glocke kehrt zurück.
Im Kriegsjahr 1942 mussten zwei der drei Glocken zum Einschmelzen nach Hamburg geschickt werden. 1948 erhielt man von dort die Information, dass man unter Trümmerschutt eine Glocke mit der Aufschrift "Gottes Segen ueber Salomonsborn" gefunden habe. Mit großer Anteilnahme der Bürger wurde deshalb die kleinste der drei Glocken am 12.07.1950 ein zweites Mal auf den Turm gezogen und erhebt seither ihre Stimme.
Für 2016 ist die Reparatur der Kucher-Glocke von 1575 vorgesehen.

Hesse Orgel
Fast 230 Jahre erklang die Hesse Orgel in der Kirche. Die 1764 eingebaute Orgel stammt aus den Händen des Firmengründers Johann Michael Hesse (1734-1810). Mithin stellt sie wahrscheinlich das älteste Instrument des Orgelbauers aus Dachwig dar.
1998 wurde diese Orgel ausgebaut und eingelagert.

Altartisch
Nach Einschätzung eines Experten stammt der Altartisch aus dem 15. Jahrhundert. also aus der katholischen Vorgängerkirche.

Verlangt solch Kulturgut nicht nach größter Aufmerksamkeit ?


Dr. Klaus Töpfer
Vorsitzender des Fördervereins

Helmut Hartmann
Schriftführer des Fördervereins


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